Stellungnahme von proMAR zu Main Post Artikel vom 02.02.26: Aussage der Landrätin Provokation für Marktheidenfeld
Aussage der Landrätin Provokation für Marktheidenfeld
Mit der Frage an die Landratskandidaten, wie über das Zentralklinikum hinaus die medizinische Versorgung in Main-Spessart gesichert werden kann, stellt die Main-Post ein interessantes und wichtiges Thema in den Mittelpunkt. Leider kommt hier viel Allgemeines und wenig Konkretes von den Personen, die Landrätin Sitter an der Spitze des Landkreises ablösen wollen. Eine klarer gesundheitspolitischer Standpunkt und eine überzeugende Alternative zur Gesundheitspolitik auf Kreisebene sind dabei leider nicht zu erkennen, so sehr dies zu wünschen wäre.
Umso mehr richtet sich das Augenmerk von proMAR auf das, was die amtierende Landrätin zu dem Thema Gesundheitsversorgung äußert. Ihre Aussage, in ihrer Amtszeit viel für die medizinische Versorgung getan zu haben, verlangt nach einer klaren Antwort aus Marktheidenfeld.
Beim Amtsantritt von Frau Sitter war die Entscheidung für Lohr als Standort des Zentralklinikums gefallen. Wichtige Abteilungen waren bereits von Marktheidenfeld nach Lohr verlegt, Geriatrie und geriatrische Reha hingegen in Marktheidenfeld verblieben. Zudem bestand ein Kreistagsbeschluss, der in Marktheidenfeld einen medizinischen Stützpunkt vorsah. Der vormalige Landrat Schiebel hatte proMAR in Gespräche einbezogen und sich dafür eingesetzt, am Standort des ehemaligen Krankenhauses einen medizinischen Stützpunkt als „Brücke“ zwischen dem Zentralklinikum und dem Raum Marktheidenfeld zu erhalten.
Die Hoffnungen, dass Schiebels Amtsnachfolgerin Sitter dieses sinnvolle Konzept weiterverfolgt, zerschlugen sich schon bald:
Frau Sitter brachte einen Beschlussvorschlag ein, der die Aufhebung des betreffenden Kreistagsbeschlusses zum Inhalt hatte. So wurde der medizinische Stützpunkt, der Marktheidenfeld in das Versorgungssystem des Landkreises einbezogen hätte, durch Mehrheitsbeschluss des Kreistags vom Tisch gefegt. Damit war die Basis für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung von Marktheidenfeld zerstört.
Während der Corona-Phase wurde – ohne Information der Öffentlichkeit - die Geriatrie von Marktheidenfeld abgezogen und nach Lohr verlegt. Inwieweit der Kreistag hier einbezogen war, entzieht sich der Kenntnis von proMAR. Durch diese Aktion, die Frau Sitter zu verantworten hat, wurde die Hoffnung zerstört, dass in Marktheidenfeld ein geriatrisches Zentrum die medizinische Versorgungslücke schließen könnte.
Als Kompensation für den medizinischen Kahlschlag in Marktheidenfeld war die Errichtung eines Regionalen Pflegekompetenzzentrums am Standort des früheren Krankenhauses angekündigt worden. Bis heute blieb es bei der groß aufgemachten Ankündigung. Von Frau Sitter und den Wortführern im Kreistag ist nichts mehr von dem angeblichen Vorzeigeprojekt zu hören.
Dies ist die traurige Bilanz, die Landrätin Sitter in ihrer zu Ende gehenden Amtszeit in Marktheidenfeld vorzuweisen hat. Ihre Behauptung, die medizinische Versorgung außerhalb des Klinikums vorangebracht zu haben, ist aus unserer Sicht unhaltbar. In Marktheidenfeld steht sie jedenfalls mit leeren Händen da.
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